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Fluppe sind aktuell die spannendsten Newcomer im Tocotronic-Kosmos

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Wer bei dem Wort „Fluppe“ als erstes an den zusammengeknautschten Zigarettenstummel in der Cola-Dose auf der letzten WG-Party denkt, der muss seinen Wortschatz 2020 um eine zusätzliche Wortbedeutung ergänzen. Fluppe ist „der vogelschiss auf deinem volkswagen“ – zumindest, wenn man der Bio ihres Instagram-Profils Glauben schenken mag. Aber mal im Ernst, auch wenn der Name etwas eigenwillig ist, sind Fluppe eine der spannendsten deutschen Newcomer-Indie-Rock-Bands des Jahres. Nicht umsonst sind die Hamburger auch Teil des diesjährigen Reeperbahn Festivals. Mit einem Proberaum im Stadtteil Hamburg-Billstedt, Connections zum Produzenten Gregor Hennig (u.a. Vierkanttretlager, Die Sterne, Bela B.) und einer gewissen Punk-Attitüde bewegen sich die vier Bandmitglieder sound-technisch irgendwo im Tocotronic-Kosmos. Mit ihrer aktuellen Single „Aals“ liefern die Hamburger nun den dritten Vorboten ihrer am 9. Oktober erscheinenden „Billstedt“-EP und beschäftigen sich mit unumgänglicher Akzeptanz eines bedeutungslosen Daseins : „Ein Wortspiel aus Aal und Aas. Weil ein jeder von uns frisst und gefressen wird. Eine wirkliche Moral gibt es nicht, höchstens die Einsicht, dass es aussichtslos ist, zu glauben, man wäre besser dran.“ Insbesondere in „Aals“ hüllen Fluppe ihren britischen Post-Punk-Sound in ein modernes Indie-Rock-Gewand mit US-amerikanischen Einflüssen. Die warme, hauchende Stimme von Sänger Josef Endicott und das symbolträchtige Musikvideo geben dem Track zusätzlich einen melancholischen Unterton.

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