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„Friends That Break Your Heart“: Die neue Direktheit von James Blake

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Tagged: James Blake

Mit seinem fünften Studioalbum „Friends That Break Your Heart“ löst sich James Blake zunehmend von dem fragmentarischen Charakter seiner bisherigen Werke. Während sein gefeierter Sound früher sperriger, unkonventioneller und vielleicht auch stellenweise überfordernder war, glänzt „Friends That Break Your Heart“ mit einer neuen Wärme, die sich durch das Klangbild des Albums ziehen. Nichtsdestotrotz bleiben Weltschmerz, Tragik und die Blake-typische Melancholie Teil seiner DNA als Musiker. 

James Blake – Friends That Break Your Heart

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Auch inhaltlich hat sich bei James Blake etwas verändert. Die Lyrics des Vorgängeralbums „Assume Form“ kann man im Großen und Ganzen als schemenhaft und schwerer greifbar beschreiben. Nicht, dass sie substanzlos wären, im Gegenteil. Nur fiel es manchmal schwer, wirklich zu umreißen, wohin Blake mit dem Album möchte. Dieses Problem existiert auf der neuen Platte praktisch nicht, denn Blake gibt sich so direkt und offen, wie noch nie. Die Lyrics des Titelsongs kommen beispielsweise mit einer Intensität daher, die für ihn unüblich ist: „And as many loves that have crossed my path / In the end it was friends who broke my heart“ 

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James Blake – Say What You Will

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Illustre Gäst:innen

Ein weiterer Gesichtspunkt des neuen Albums ist die Feature-Dichte. SZA, JID, SwaVay und Monica Martin konnten wundervolle Gastbeiträge für den Briten platzieren und Finneas O’Connell, welcher für die Zusammenarbeit mit seiner Schwester Billie Eilish bekannt ist, taucht im Video zu „Say What You Will“ auf. Alle eben genannten Namen tragen ihren Teil dazu bei, „Friends That Break Your Heart“ zu einem abwechslungsreichen und runden Projekt zu machen und für überraschende Momente zu sorgen.

Mit seinem fünften Langspieler untermauert James Blake seine Entwicklung vom verqueren und schüchtern wirkenden Elektro-Indie Wunder zu einem markerschütternden Künstler, welcher sich immer weniger hinter verkopften Produktionen versteckt. Wir als Blake-Anhänger:innen begrüßen diese Veränderung, da sie praktisch keinen negativen Einfluss auf die emotionale Intimität hat, für die man James Blake seit Jahren feiert.

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