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Jeremy Pascal im Interview: „Ich habe die besten Musiker in meinem Umfeld gefragt und alle haben ja gesagt“

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Anders als es vielleicht vermuten lässt, verbirgt sich hinter dem Namen Jeremy Pascal kein Soloprojekt. Entstanden ist es aus einem Künstler:innen-Kollektiv um den Sänger Tino Romana. Mit zwei befreundeten Produzenten hat er irgendwann einfach damit begonnen, selbst Musik zu machen. Gemeinsam habe sie dadurch das Alter-Ego „Jeremy Pascal“ erschaffen, das stellvertretend für sie in ihren Projekten sprechen sollte. Hier erkannten die Beteiligten bereits, dass das Projekt Potenzial zu etwas Größerem hat. Prompt kontaktierte der Sänger und Musiker daraufhin die Leute in seinem Umfeld, die er für die besten Musiker:innen hielt und zack, wurde das einstige Projekt zu einer punkigen Rock-Band ummodelliert. Sänger Tino Romana, Bassistin Law Wallner und Gitarrist Michael Tauschmann waren bei uns zu Gast, um über ihre Entwicklung und das Debütalbum „Supersoakers & Jetsetters“ zu sprechen.

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Von Pop-Punk und Gartenschläuchen

Vor kurzem feierte die junge Wiener Band den Release ihres Debütalbums „Supersoakers & Jetsetters“. Im Vergleich zur Vorgänger-EP „Jeremy’s Life“ bewegt sich das Album jetzt genau da hin, wo sie sich auch selbst als Band sehen. „Es hört sich schon anders an. Es ist viel reifer, viel erwachsener, viel ernster“, sagt Gitarrist Michael über das Debütalbum. Über die 14 Songs erstreckt sich eine breite Soundpalette von Pop-Punk über Emo-Rock bis hin zu Grunge und Pop-Sounds.

Der kuriose Titel, der das Haupt des Albums schmückt, hat dabei eine besondere Entstehungsgeschichte. Was unüblich und tiefsinnig scheint, benötigt hier einen zweiten Blick: Der Ursprung stammt von einem Meme über Gartenschläuche. Ja, richtig gelesen. Gartenschläuche. Bassistin Law ist irgendwann im Entstehungsprozesse der LP in den Tiefen des Internets über das besagte Gartenschlauch-Meme gestolpert, das mit der Headline „Welcher Gartenschlauch bist du?“ trug. Unter anderem beinhaltete es neben dier Wahlmöglichkeit des „Sprinkler“ auch „Supersoaker“ oder „Jetsetter“. Die Musikerin war dabei gepackt von der Idee, das Album danach zu benennen: „Ich hab‘ gesagt: ‚Nennen wir unser Album einfach Supersoakers and Jetsetters und die Leute werden denken das ist ein richtig arges Ding, aber in Wirklichkeit ist es von einem Gartenschlauch-Meme‘. (…) Es hat dann niemand ja dazu gesagt aber auch niemand nein“. 

Jeremy Pascal auf der Bühne

Dabei sind Jeremy Pascal nicht nur eine Band deren Musik zum Hören durch Kopfhörer gemacht ist. Auch live geht die fünfköpfige Band in die Vollen. Denn das Gefühl, live zu performen ist für sie kaum mit einem anderen vergleichbar. So denken sie anscheinend nicht nur selbst, sondern auch ihre Fans. Denn in diesem Jahr spielten sie bereits ihre erste eigene Headline-Show in Wien, die restlos ausverkauft war – und das noch vor Albumrelease. Das sehen wir auf jeden Fall als Zeichen, die junge Band im Auge behalten zu müssen.