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Mayberg verkörpert jugendlichen Leichtsinn in Gitarrenklängen

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Wie fühlt sich jemand mit Anfang 20? Übermütig, gepaart mit dem Gefühl, alles erleben zu können ohne jeglicher Konsequenz und dabei gleichzeitig irgendwie verloren?

So scheint es zumindest dem Newcomer Luis Raue alias Mayberg zu ergehen, der durch die tiefgründige Lyrics seiner Songs in seine Gedankenwelt blicken lässt. Der aus Leipzig stammende Musiker hat bereits einige Veröffentlichungen hinter sich – und das erst mit 21 Jahren. Dabei scheint es gerade sein Alter zu sein, das seine Musik so einzigartig macht und ihr eine besondere Note verleiht.  

Anfänge mit Gitarre

Seinen Anfang machte Mayberg zu Beginn des Jahres 2020 mit der Single “Bitte Bitte”, die bis auf eine sanfte Gitarre alleine von seiner starken Stimme begleitet wird. Dieser Stil scheint vorerst auch seine Devise zu sein. In desillusionierten Klängen und ohne viel Wirbel schafft es der Künstler so, den Klang und die Haltung seiner Songs in den Fokus zu stellen. 

Darauf folgten weitere Single-Releases, die alle ein ähnliches Thema aufgreifen: junge Naivität verkörpert durch eine raue Stimme auf Rhythmusgitarre. 

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Medienkritik und Herzschmerz

Was bei Mayberg wiederholt auftaucht, ist sein kritischer Blick auf exzessiven Medienkonsum, der vor allem bei jungen Menschen häufig überhand nimmt. TikTok, Twitter, Instagram oder Tinder werden von ihm immer wieder belächelt und deren Belanglosigkeit besungen. Zeilen wie “Die Welt ist schlecht, aber immerhin gibt’s TikTok” zeigen dazu die Flucht aus der Wirklichkeit ins Netz, auf die heutzutage gerne zurückgegriffen wird.

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Verflossene Liebe und gefeilte Arroganz finden ebenso oft Platz in Maybergs Kompositionen. So bastelt er beispielsweise aus den Songs “Shirt & Handtuch” und “Playboy” Hymnen auf genau diese Themen. All das bettet er ein in jugendlichen Leichtsinn und dem Gefühl, erstmal nirgends so richtig Halt zu finden.

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Von Gitarrenklängen zu Dancemoves

Obwohl die Kunst von Mayberg erst seit zirka zwei Jahren auf diversen Streaming Plattformen ihren Raum erhält, blieb sie nicht unbemerkt. So wurden auch die Jungs von Provinz auf den Künstler aufmerksam, die ihn 2021 prompt als Support mit auf ihre Tour nahmen. 

Etwa zu dieser Zeit begann Mayberg auch Songs wie “Anomalie” erstmals mit mehr als rein akustischen Gitarrenmelodien zu veröffentlichten. Seinen gewohnten Sound, für den er bis hierhin hauptsächlich selbst verantwortlich war, mischt er jetzt mit House-ähnlichen Beats, die von dem Produzenten Robin Abresch kommen. Seine Musik klingt nun nicht mehr nur nach Herzschmerz, sondern auch nach Dancemoves und Partynächten. 

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Vergangene Woche veröffentlichte der junge Musiker mit der reifen Stimme seine Single “Stadtleben”, die nach “Du & Sie” bereits seine zweite Zusammenarbeit mit dem Linzer Produzenten Alex the Flipper bildet. Auch hier mischt Mayberg melodische Beats mit Akustikklängen und altbewährten Themen. Es findet die jugendliche Übermut wieder ihren Platz und wird den Zuhörer:innen mit einem Beigeschmack von Arroganz serviert.