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Newcomerin Rahel besingt „Die allerschönste Angst“

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Newcomerin Rahel zieht auf ihrer Debüt-EP Kaugummifäden zwischen Synthie-Pop und Neue Deutsche Welle, überraschenden Metaphern und Lautmalerei. Mit „Tapp Tapp Tapp“, dem ersten Song, gibt sie direkt mal das Tempo vor: „Bring den Rausch / Hol mich hier raus / Ich kotz schon fast vom Stillstand hier / Die Sicht ist eng, die Tage leer / Ich will viel mehr“. Doch dann tappt sie wieder in dieselben Fallen.

Die Single zum Release, „Cherry“, berichtet auf eine ganz andere Art und Weise von doch eigentlich so offensichtlichen Fallen in einer toxischen Beziehung. Der zart-süße Klang, der wie Tau von den Blättern tropft und sich dann wieder aufbraust mit bauchigen Synthies und satten Bässen, täuscht nicht über den schiefhängenden Haussegen hinweg.

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Hochsommer kommt vor dem Fall

Vom bitter-süßen Cherry geht Rahel über zum „Hochsommer“ und den besonders schönen Zeilen: „Du läufst viel schneller als dein Herz das grade will / Bleibst du stehen fühlst du zu viel / Ham sie dir nicht erzählt / Hochsommer kommt vor dem Fall / So wie das Sprichwort geht / Jetzt schlafen wir dann bald“.

Dazu kommt ein gelassener, zurückgelehnter Beat, „Honey“, über dem Rahel den Text fast schon flüstert. Ähnlich gelassen ist auch der letzte Track „Der Traum Ist Aus“, der mehr nach Dub-Sound als nach dem Namensvetter von Ton Steine Scherben klingt, und uns etwas nachdenklich aus der EP entlässt.

Nachdenklichkeit und Metaphern, die Fragen in den Raum stellen, gehen bei Rahel Hand in Hand. „Die allerschönste Angst“ kann sich daher auch auf viele Ebenen beziehen. Mit sechs Tracks bietet die EP eine etwas andere Hochsommer-Stimmung zwischen tanzbarem Retro-Sound und zähen Kaugummi-Blasen, die leise platzen.

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