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Das Buch zur Woche: Esther Becker – „Wie die Gorillas“

Diesmal es um den Debüt-Roman von Esther Becker, der bereits im Januar erschienen ist. Und zwar beim Verbrecher Verlag – einem der wenigen „Indies“ unter den Buchverlagen. Die namenlose Ich-Erzählerin des Buches führt in kurzen Kapiteln und Vignetten durch ihr Leben zwischen Kindheit und Studium und hat dabei immer ihre besten Freundinnen im Blick. Svenja, die eine Karriere als Schauspielerin anstrebt und Olga, die aus einer religiösen Familie stammt und später Ärztin wird. Der Buchtitel bezieht sich auf eine Szene, in der die Freundinnen Svenja helfen, sich auf eine Rolle vorzubereiten. Sie soll einen Mann spielen, weshalb die Drei ihre Brüste abbinden, zwei Sport-BHs drüberziehen und durch ihr Viertel streifen, um ein Gefühl dafür zu kriegen. Die Drei merken, wie gut sich das anfühlt, ohne diese – wie Esther Becker es nennt – „Angriffsfläche“ durch das Viertel zu ziehen und stolzieren „Wie die Gorillas“ eine Weile umher.