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Lillian Fishman tut allen „Große Gefallen“, die Sally Rooney lieben

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Heute möchten wir euch ein spannendes Roman-Debüt vorstellen. Und zwar „Große Gefallen“ von der amerikanischen Autorin Lillian Fishman – ein Buch, das allen gefallen dürfte, die in den letzten Jahre Sally Rooney erlegen sind. Wobei es bei Fishman noch etwas abgründiger zugeht.

„Große Gefallen“ ist in diesem Jahr in der deutschen Übersetzung von Eva Bonné im Verlag Hofmann und Campe erschienen. Die Autorin Lillian Fishman hat damit in ihrer Heimat einen ziemlichen Wirbel verursacht. Das wundert sie vermutlich aber selbst gar nicht mal. Denn man spürt schon auf den ersten Seiten, wie gerne sie provoziert und Vorurteile in Sachen Liebe und Sexualität auf Links zieht. Für Diskussionen sorgte vor allem, dass Fishman, die sich schon während ihrer High School-Zeit als queer outete, in diesem Buch von einer lesbischen jungen Frau erzählt, die ihre eigentlich erfüllende Beziehung zu einer Kinderärztin gegen eine abgründige Dreiecks-Geschichte eintauscht, die um einen nicht gerade sympathischen heterosexuellen Mann mit toxischen Tendenzen kreist. Könnte auch ein schlechter Porno sein – wenn man nur auf den Plot schaut. Aber genau das ist „Große Gefallen“ eben nicht. Warum? Das erfahrt ihr im Podcast.