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Mit Dorota Masłowska und „Bowie in Warschau“

Dorota Masłowska neuer, von Olaf Kühl übersetzter Roman hält erstmal was der Titel verspricht: „Bowie in Warschau“ beginnt im Zug von Moskau nach Berlin, der auch in Warschau stoppt. Es ist 1973. Frühling. David Bowie machte diese Reise tatsächlich – und er stieg wirklich in Warschau aus, obwohl er bis dahin nur wenig über Polen wusste. Das düstere, überwiegend instrumentale Stück „Warszwawa“ von seinem 1977 veröffentlichten Album „Low“ wurde von dieser Reise inspiriert. Und auch Dorota Maslowska wiederum wurde von diesem Stopp inspiriert: Sie erzählt um Bowies spontanen Warschau-Besuch herum von gescheiterten und sehr lustigen Existenzen im damals noch sozialistischen Polen. Dabei ist Bowie eher Spielball der Protagonisten als selbst einer – um ihn herum gibt es zahlreiche Irrungen, Wirrungen und Verwechslungen, denen man vor allem wegen des schwarzen Humors der Erzählung nur zu gerne folgt.

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