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Nino Haratischwili und „Das mangelnde Licht“ einer Jugend in Georgien

Posted in: Das Buch zur Woche
Wer Bücher über Freundschaften liebt – wie zum Beispiel Stephen Kings „Es“ oder „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante –, sollte auch dieses Buch lesen. Die in Deutschland lebende, aus Georgien stammende Autorin Nino Haratischwili erzählt in „Das mangelnde Licht“ von vier Freundinnen, die Ende der 80er/Anfang der 90er in Tbilissi aufwachsen. Das ist die georgische Hauptstadt, die fälschlicherweise in Deutschland oft noch Tiflis genannt wird. Die sensible Ich-Erzählerin Keto, die abenteuerhungrige Dina, die schlaue Eigenbrötlerin Ira und die romantische Nene, Nichte des mächtigsten Kriminellen der Stadt, geraten im Roman nicht nur in die Irrungen und Wirrungen der Pubertät – sondern auch in eine Zeit der politischen Unruhe und der Gewalt. Georgien war eines nämlich eines der ersten Länder, das sich 1991 von der kollabierenden Sowjetunion lossagte und die Unabhängigkeit erklärte. Nichts kann die Vier in all dem Chaos trennen – bis ein tragischer Tod und ein Verrat die Clique schließlich auseinandertreibt …

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