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Post Punk aus Kanada: EKKSTACY zwischen Explosion und Depression

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Nicht nur in Deutschland scheint sich mit Edwin Rosen, Flawless Issues, Levin Goes Lightly oder Steintor Herrenchor derzeit eine neue Retro Wave des Synth-Pop und Post-Punk Sounds zu formieren. Weltweit lassen Bands und Künstler:innen so langsam den Vibe der 80er-Jahre wieder aufleben. Ein Newcomer den wir persönlich dabei sehr weit vorne an der Spitze sehen, ist EKKSTACY.

Die Heldenreise

EKKSTACY ist 19 Jahre alt und kommt aus Kanada. Doch während Teenager in seinem Alter normalerweise dabei sind, ihr bestes Leben zu leben, exzessive Abschlusspartys feiern und mit dem Studium beginnen, hat der Newcomer in seinem Leben schon einiges hinter sich. Die Scheidung seiner Eltern reißt vor einiger Zeit eine tiefe Wunde in EKKSTACYs Leben auf, die er jahrelang mit Drogen und Alkohol zu fixen versucht. Und auch wenn seine Heldengeschichte an diesem Punkt vielleicht zu einem Klischee wird, findet EKKSTACY erst in der Musik zu sich selbst. Das Songwriting spendet ihm Trost und lässt sein Inneres für die Außenwelt plötzlich greifbar wirken – Musik wird zum Ausdrucksmittel seiner Gefühle.

EKKSTACY – stupid kids

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2020 veröffentlicht EKKSTACY seine erste Single „stupid kids“ in der er seiner inneren Zerrissenheit zum ersten Mal öffentlich Ausdruck verleiht. Doch während seine ersten Singles noch mit durchdringenden Bässen und Indie Beat versuchen, die Balance zwischen Grunge, HipHop und Indie zu finden, zeigt der Kanadier mit späteren Releases wie „Love“ und „Starry Eyes“, dass ihm Bedroom-Pop inspirierte Balladen genauso gut – wenn nicht sogar viel besser – stehen.

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EKKSTACY – Starry Eyes

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Seit Beginn dieses Jahres hat EKKSTACY jedoch einen viel spezifischeren Sound für sich gefunden, den er selbst als eine Mischung aus Indie, Post-Punk und Synth-Wave beschreibt. Inspiriert von Künstlern wie Elliot Smith, The Drums oder Bon Iver, schwingen in seiner Musik immer wieder nostalgische 80er-Jahre-Vibes mit. Doch auch wenn Pessimismus und Melancholie von EKKSTACY gern und oft genutzte Motive sind, scheuen sich seine Songs nicht davor, auch das ein oder andere Mal energiegeladen nach vorn zu gehen und zu toben.

Deutschland ist „in love“

Mit genau diesem Mittelmaß zwischen Explosion und Depression hat EKKSTACY auch schon den Streaming-Giganten Spotify von sich überzeugen können, der den Newcomer nun im Rahmen der Kampagne „Fresh Finds“, die unabhängige Künstler:innen fördert, unterstützt. Und auch in Deutschland scheint sich der 19-Jährige schon eine gewisse Fanbase erarbeitet zu haben. Besonders seine Single „in love“ trug dazu bei, dass Deutschland aktuell der zweitstärkste Streaming-Markt für den jungen Kanadier ist. Um sich dafür bei seinen hiesigen Fans zu bedanken wird es am 4. Dezember auch eine exklusive Show in Berlin geben. 

EKKSTACY – in love

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Dort können Fans dann allerdings nicht nur zu den bisher bekannten Releases abtanzen: Am 12. November wird „Negativ“, EKKSTACYs Debütalbum erscheinen und uns die romantisierte und sensible Welt des Künstlers ein weiteres Stück näherbringen. 

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