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Rin serviert mit dem Video zu „San Andreas“ einen wahren Augenschmaus

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Lange gab es nur ein ominöses „Bald“, wenn man unter den vielen vorab geposteten Teasern, das Division-Zugpferd Rin auf seine nächste Single „San Andreas“ angesprochen hat. Dementsprechend unverblümt durften sich Fans heute über den Release des Songs freuen. Die vielleicht prägnanteste Adlib des Songs, „Giddy up“ (die Englische Variante eines Pferde-Fuhrkommandos, welches hauptsächlich in alten amerikanischen Westernfilmen Anwendung fand und heutzutage auch als energetisches, affirmatives Slangwort à la „I’m in“ benutzt wird), passt allerdings nicht nur zu der sanft treibenden Energie des Songs, sondern auch zum PS-schweren Video. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit dem Produktionsteam saymyname, welche schon für die Verbildlichung von „Meer“ sowie von Labekollegen Yugos „Babylon“ und „I.W.D.W“ von Kynda Gray verantwortlich sind.

Rin – San Andreas

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Ähnlich schemenhaft, verträumt und assoziativ wie die Lyrics von „San Andreas“ kommt auch der Augenschmaus von Videoclip daher. Mit schwindelerregenden Effekten wurden die vielen verschiedenen Szenen des Videos zusammengetragen. Mal kann man Rin dabei beobachten, wie er mit seinem Kumpel und Fotograf Brownshotta per Speedboot über das Wasser flitzt, mal wie er einsam in einer Kirche oder einer Autowerkstadt steht.

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Grand Theft Auto: San Andreas

Es ist wirklich schwer mit Worten zu beschreiben, was alles im Video passiert. Doch das umfassende Motiv (wenn man sich auf eines einschießen möchte) greift den Namen des Songs durch die getunten Autos auf, mit denen Rin und einige weitere Cool-Kids durch die Nacht heizen. Die Karren könnten direkt aus „Grand Theft Auto: San Andreas“ ins echte Leben 3D gedruckt worden sein. Die Fahrzeuge erinnern nämlich tatsächlich an das ein oder andere Modell, welche man sich in dem Kult-Videospiel aus 2004 ohne Umschweife und mit viel Gewalt stehlen konnte. Insbesondere die Karosserie, die hinter Rin in oben genannter Werkstatt hängt, erinnert stark an ein In-Game Modell „Buffalo“, welches augenscheinlich einem getunten Opel Manta nachempfunden wurde.

Fazit: Auch ohne das detailverliebte Video ist „San Andreas“ ein hartnäckiger und melodischer Ohrwurm, der durch eine ebenso detailverliebte Produktion überzeugt. Wenn Rin beispielsweise rappt „Ich steh‘ auf dei’m Balkon, hörst du die Melodie? / Schmeiß‘ in die Tonne, zeig mir was du nicht mehr brauchst / Siehst du mein Gold? Es liegt schwer auf meiner Seele / Ich hab‘ alles, doch ich fühl‘ nur die Musik“ kann man als versierte:r Hörer:in ein dezentes, gesungenes Sample vernehmen, welches – passend zu den vorangegangenen Zeilen – eine kurze Melodie ins Gehör haucht. Genau diese Liebe zum Detail ist es, die es für Sound-Aficionados:as und Fans das Warten auf Rins nächstes Album „Kleinstadt“ lohnenswert machen wird. In diesem Sinne: Ja, wir hören die Melodie (auch die versteckten) und warten sehnsüchtig auf den nächsten Langspieler aus dem goldenen Käfig Bietigheims.