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Skrt Cobain und Ski Aggu featuren Trap-Newcomer Mark Forster

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Was vor einem Jahr noch nach einem wirren Fiebertraum geklungen hätte, ist heute Realität geworden: Rap-Newcomer Skrt Cobain hat seine neue Single „Schwarzer Toyota“ veröffentlicht und dafür Ski Aggu und Mark Forster als Featuregäste im Gepäck. Und so sehr man diese Deutschpop-Rap-Höllen-Kombi auch gerne haten würde, müssen wir uns eingestehen: der Song ist besser als gedacht.

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Wie Mark Forster die Gen Z für sich gewinnt

In letzter Zeit kam in unserer Redaktion immer wieder eine Frage auf: Was geht denn eigentlich gerade bei Mark Forster ab? Dass sich das Aushängeschild für den Deutschpop der 2010er gerade mitten in einer Metamorphose befindet, haben wir eigentlich schon beim Release seines letzten Albums gewittert. Statt Live-Laugh-Love-Chören und Akustik-Geschmalze gab es da elektronische Einflüsse, Breakbeats und ein Feature mit den Rap-Acts KeKe und LaPlace. Die eigene Fan-Gemeinde nahm diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen auf, aber davon ließ sich Mark Forster nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil. In den sozialen Medien posiert der einstige Singer-Songwriter heute in Gorp-Core, baggy Pants und Birkenstock, auf TikTok benutzt er Sounds von Gucci Mane und A$AP Rocky.

Kurzer Beef und schnelle Versöhnung mit Ski Aggu

Im November kommt er bei einem Konzert von Rap-Newcomer und Stickle-Signing Skrt Cobain auf die Bühne, der Airplay-König trifft auf Deutschrap-Nachwuchs – und das Internet rastet aus. Dass die beiden gegensätzlichen Musiker mehr als einen Auftritt in Petto haben, zeichnete sich schon durch einige TikToks ab, in denen die beiden einen gemeinsamen Song angekündigt haben: „Schwarzer Toyota“, eine Gen Z-Neuinterpretation von Chief Keefs Drill-Hit „Love Sosa“. Kurz vor Release der Single wurde der Mindfuck dann komplett, als bekannt wurde, dass auch Ski Aggu an der Nummer beteiligt sein wird. Mindfuck auch deshalb, weil Aggu schon auf seinem Song „Gensehaut“ aus dem letzten Jahr großspurig Rappte: „Mark Forster will ein Feature, doch grad passt es nicht“. In einem Snippet auf TikTok spielt er nun seinen Part von „Schwarzer Toyota“ an und rappt darin: „Mark war kurz mein Gegner / Doch das war nur ein Fehler“.  

„Deine Mama guckt MOMA“

Der Promo-Beef ist vorbei, dafür nun der gemeinsame Song endlich veröffentlicht. Ironischerweise übernimmt der Gastgeber Skrt Cobain nur die Hook – die ist dafür ordentlich hittig: „Schwarzer Toyota, Gucci-Polo rosa / Sie will nur auf Raves, aber ich tanze nicht zu Goa“. Wollen wir nur hoffen, dass der japanische Autohersteller dafür ein paar Scheine abgedrückt hat. Kurz darauf echot Mark Forster in der selben, von Chief Keef geborgten Melodie: „Deine Mama guckt MOMA / Da sitz’ ich auf dem Sofa / Du fährst Uber X, ich zur Arena in Hannover“. Man kann sich kaum dagegen wehren: Solche stumpfen Muddi-Disses aus dem Mund von einem Vorzeige-Popsternchen wie Mark Forster treffen einen Humor, der perfekt zum New-Gen-Deutschrap von Aggu und Cobain passt.

Ob es nun bei diesem wahr gewordenen Fiebertraum bleibt oder Mark Forster seine Trap-Trafo fortsetzt, bleibt abzuwarten – falls letzteres der Fall ist, bitten wir nur darum bei der nächsten Nummer auch unseren niederländischen ESC-Konkurrenten Joost Klein mit ins Boot zu holen.