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The War On Drugs haben für ihr neues Album alte Rollen über Bord geworfen

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Vier Jahre ist es her, seitdem die Indie-Rock-Giganten The War on Drugs neue Musik veröffentlicht haben, doch nun kündigt die Band aus Philadelphia ihr nunmehr drittes Studioalbum an. The War On Drugs machen Platten, die eine zerbrochene Vergangenheit in eine hoffnungsvolle Gegenwart übersetzen, dementsprechend passt der Titel „I Don’t Live Here Anymore“ wie die Faust auf’s Auge. Mit ihrer Single „Living Proof“ veröffentlichen sie nun einen ersten Vorgeschmack.

Nur einen Monat nachdem die Band 2018 für „A Deeper Understanding“ mit dem Grammy für das beste Rock-Album ausgezeichnet wurden, zog sich der Kern der Band, bestehend aus Adam Granduciel, Bassist Dave Hartley und Multi-Instrumentalist Anthony LaMarca nach Upstate New York zurück, um zu jammen und neue Demos aufzunehmen. Dabei warfen sie bewusst die festen Rollen, die sie beim Livespielen normalerweise inne haben, über den Haufen und ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Es war der Beginn einer über ein Dutzend Sessions umfassenden Odyssee, die sich über drei Jahre und sieben Studioserstreckte, darunter einige der größten Klangwerkstätten des Rock wie das Electric Lady-Studio in New York oder das Sound City-Studio in Los Angeles. Bandleader Adam Granduciel und Co-Produzent Shawn Everett verbrachten unzählige Stunden damit, jeden der Songs bis auf ihren Kern runterzuschälen, um sie dann Schicht für Schicht wieder aufzubauen. 

The War On Drugs – Living Proof

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Eine der denkwürdigsten Sessions fand im Mai 2019 im Electro-Vox-Studio statt, bei der die gesamte Besetzung der Band – ergänzt durch Keyboarder Robbie Bennett, Schlagzeuger Charlie Hall und Saxofonist Jon Natchez – zusammen kam, um den fulminanten Album-Opener „Living Proof“ aufzunehmen. Während Granduciel die Alben von The War On Drugs üblicherweise aus einer Vielzahl von Overdubs wie eine Art Rock’n’Roll-Puzzle zusammensetzt, spielten sie „Living Proof“ live im Studio ein. Die Musiker nutzten dabei die besondere Chemie, die zwischen ihnen beim Live-Spielen herrscht und erzeugten so aus dem Stegreif eine Energie, die den Song zu etwas ganz Besonderem macht.