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TheDoDo im Interview: „Dieses Album ist für mich reine Selbsttherapie“

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TheDoDo aka Dominic Seiferts trendete bereits im Frühjahr 2020 mit seinem Erfolgshit „Endorphine“ in den sozialen Netzwerken – zu Recht, denn obwohl man dem Track durch seine betrübte Klavier-Melodie eine melancholische und emotionale Schwere anhört, rap-singt sich TheDoDo mit seiner warmen und vollen Stimme in die Herzen seiner Zuhörer:Innen. Dabei vergisst man fast, was für einen wunderschönen roten Teppich aus Komplimenten und Wertschätzungen der Sänger da vor uns ausbreitete. Doch mit dem immer größer werdenden Hype machte sich der Newcomer rar – bis er im letzten Jahr mit seiner Debüt-EP „Traumfänger“ bewies, dass es ihm leicht fällt, Rap und Goa zu einem neuartigen Sound zu mixen.

Nach gemeinsamen Songs mit Esther Graf und Bausa legt TheDodo nun sein Debütalbum „Flaschenpost“ vor, das sich vor allem mit der Verarbeitung von Traumata beschäftigt, die er in seinen ersten Lebensjahren erfahren musste. Im Videointerview erklärt TheDoDo: „Ich bin in der Nähe von Stuttgart aufgewachsen. Ich hatte eine relativ schwierige Kindheit – meine Mutter war schwere Alkoholikerin und drogenabhängig. Mein Vater saß im Knast. Ich kam irgendwann in eine Pflegefamilie. (…) Ich bin bis heute aufgewachsen, ohne eine richtige Familie zu haben.“ Weiter beschreibt er, dass Kunst und Musik immer seine Ventile gewesen seien, mit diesen schwierigen Erlebnisse umzugehen.

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Ein Album über persönlichste Themen

Das Album „Flaschenpost“ bewegt sich dabei in emotionalen Zwischenwelten: Freudig-tanzbare Songs wechseln sich mit Stücken über die innere Zerrissenheit und das Leid der Welt ab. Ebenso wie die Themen, geben sich auf dem Debütalbum des in Neu-Ulm geboren Musikers auch die musikalischen Facetten die Klinke in die Hand. Im Interview erklärt TheDoDo, dass er nicht als der „Goa-Rapper“ abgestempelt werden möchte: „Viele Themen passen nicht auf Elektro- oder Party-Beats. (…) Ich bin ein Künstler und will mich frei entfalten und nicht nur auf eine Sache versteifen.“ Ein Beispiel für diese andere, neue Seite von TheDodo ist der Song „Tränen der Sonne“. Darin beschäftigt sich TheDodo mit dem Tod seiner Mutter, mit dem Schmerz und der anschließenden Hoffnung, dass es weitergeht.