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Videopremiere: Anaïs entscheidet sich in „Runaway“ zum Bleiben

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Anaïs ist gerade einmal 20 Jahre alt, aber schlägt bereits beachtliche Wellen in der Welt des alternativen Pop. Erst vier Songs hat die Newcomerin aus Hannover veröffentlicht, einen davon, „My World So Blue“, hat sie für uns in einer intimen Session auf dem c/o Pop-Festival gespielt. 

Das zentrale Thema dieser noch recht überschaubaren Diskographie ist häufig die Liebe. Ob Schwärmerei oder Heartbreak, Knister-Lo-Fi oder Synth-Ballade, Anaïs klare Stimme zieht sich als roter Faden durch ihre bisherigen Veröffentlichungen. So auch in ihrer neuesten Single, die heute bei uns Videopremiere feiert: „Runaway“.

Anais – Runaway

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Anaïs ist trilingual, mit Deutsch, Englisch und Französisch, aufgewachsen. Ein Umstand, der sich im Video zu „Runaway“ gleich zu Beginn abzeichnet, denn der Song startet mit einer Sprachnotiz auf Französisch. Ein weibliche Stimme bedankt sich bei der adressierten Person für den schönen gestrigen Abend und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen. Und dann – boom! –, der Song beginnt, und zwar mit einer Präsenz und Wucht, die neu für Anaïs bisheriges Schaffen ist. Langsam und dumpf stampft der Beat unter einer kratzigen Bassline. Ein warmer, wohliger Hintergrund für Anaïs Stimme, die sich präzise über diesem musikalischen Unterbau abzeichnet. Im Refrain öffnet sich der Song, wird um Synth-Verzierungen ergänzt und endgültig zum Ohrwurm.

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Vom Titel „Runaway“ darf man sich als Hörer:in nicht in die Irre führen lassen, denn mit dem Wegrennen und Flüchten vor schwierigen Situation schließt Anaïs im Song ab. Stattdessen möchte sie sich diesen Momenten mit einer neuen gefundenen Ehrlichkeit stellen. Diese Haltung bezieht sie vor allem auf eine romantische Beziehung, die sie in „Runaway“ thematisiert. Anaïs lässt sich ganz auf ihren Partner ein, lässt Tiefgang statt Oberflächlichkeit zu – und findet darin ihr Rezept zum Glücklich sein.

Im Video sehen wir die Musikerin abwechselnd inmitten von brilliant funkelnden Kronleuchtern und dann wieder auf einer entspannten Hausparty. Wenn man dieses Bild auf ihre Diskographie bezieht, sind ihre bisherigen vier Songs vielleicht eher die Hausparty im ganz entspannten Rahmen. „Runaway“ fällt aber definitiv unter die Kategorie „Ganz-großer-Pop-im-Kronleuchter-Paradies“. Das klingt nicht mehr nach DIY und Bedroom-Produktion, sondern zeigt Anaïs Potenzial, mit großen Gefühlen und großen Melodien durchzustarten.

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