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Videopremiere: „I Don’t Pray” ist Avecs Denkmal für die Ewigkeit

Posted in: Premieren
Tagged: Avec

Avec ist eine 25-jährige Musikerin, die in ihrer Heimat Österreich bereits einen Starstatus durch ihre Veröffentlichungen erreicht hat. Dafür sprechen auch zahlreiche Auszeichnungen wie der Austrian Amadeus Music Award, der Music Moves Talent Award oder auch der Hubert von Goisern Kulturpreis. 

Seit 2015, mit dem Debüt-Song „Granny“ gewährt die Künstlerin ihren Hörer:innen dankenswerterweise einen tiefen Einblick in die Welt ihrer Gefühle. Mit der ersten Single verarbeitete sie nämlich ihren Umgang mit der Alzheimererkrankung ihrer Großmutter. Avec ist nahbar, trägt in allen ihrer Songs ihr Herz auf der Zunge und gibt einen tiefen Einblick in ihre Seele. Seit Tag eins zeigt sie ihren Fans auch ihre verletzliche Seite. 

AVEC – I Don’t Pray

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„I Don’t Pray“ ist da keine Ausnahme, sondern eher eine Steigerung, denn dieser Song ist ihr bis dato persönlichster, weswegen lange nicht klar war, ob sie diesen je den Hörer:innen freigeben könne. Der Track handelt vom Tod ihres Onkels, der Anfang 2020 mit nur 42 Jahren verstorben ist. Zu Beginn war es nur eine harmlose Krankheit, doch diese nahm sehr schnell einen schlimmen Krankheitsverlauf an und endete mit kaum Heilungschancen. Er wurde viel zu früh aus dem Leben gerissen und Avec verlor ihren über alles geliebten Lebensmensch.

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Im Musikvideo wird dieser Schock, die Machtlosigkeit gegenüber der Krankheit und all ihre Trauer noch mal deutlich. Bei der Konzeption dazu wurde mit ganz viel Liebe zum Detail gearbeitet, um ihrem geliebten Onkel ein würdiges Denkmal zu setzen. Beispielsweise trägt Avec sein Lieblingsshirt in einer Sequenz, an einer anderen Stelle sieht man ein Foto der beiden. Das Musikvideo schafft es durch sehr simple Einstellungen diese Gefühlswelt, wenn die eigene Welt sich im Stillstand befindet und kopfsteht zu vermitteln und zeigt die Verzweiflung der Künstlerin im Prozess des Schreibens auf. Da eine Beschreibung diesem nicht gerecht werden kann, ist hiermit eine absolute Sehempfehlung ausgesprochen!

Die Mini-Dokumentation

Ein Jahr lang hat Avec den Song nur für sich und ihren Onkel konserviert und nun schenkt sie diesen gemeinsam mit einer sehr emotionalen Mini-Dokumentation ihren Hörer:innen. Dabei führt sie durch den emotionalen Schreibprozess und beweist wahnsinnige Stärke. 

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Mit diesem Song möchte Avec ihre einjährige Trauerarbeit abschließen und ihren Onkel ehren. Denn sie standen sich nicht nur sehr nahe, ihr Onkel war auch einer der ersten und größten Unterstützer ihrer Karriere. Genau deswegen wird „I Don‘t Pray“ immer ein ganz besonderes Stück in ihrer Diskografie sein. Ein Song, der die Erinnerungen für die Ewigkeit einfängt und ihren geliebten Menschen unsterblich macht. „Hell if you could see me now / I hope that I can make you proud / All I ever wanted was a little more time / Just to say goodbye / See you in another life.”