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Videopremiere: JuJu Rogers setzt mit „LLJA“ ein Denkmal

Posted in: Premieren
Tagged: JuJu Rogers

JuJu Rogers ist der Sohn eines US-amerikanischen G.I.’s und einer deutsch-österreichischen Mutter. Damit spielen Herkunft und Identität automatisch schon früh eine Rolle in seinem Leben – genau wie in seiner Musik. Denn der Rapper aus Schweinfurt setzt sich in seinen Songs von Beginn an mit dem Status Quo auseinander und macht auf schmerzhafte, aber überaus wichtige Themen aufmerksam.

Die MOVE-Bewegung

So auch in seinem neuen Song „LLJA“ (Long Live John Africa), der sich einem dunklen Kapitel der US-amerikanischen Geschichte widmet. John Africa war der Gründer der politischen, afro-amerikanischen MOVE-Organisation. Im Jahr 1985 kam er beim sogenannten „MOVE-Bombing“ ums Leben, bei dem die Polizei Philadelphia eine Bombe auf das Hauptquartier der Bewegung abfeuerte – und insgesamt zehn Personen in den grausamen Tod riss.

„LLJA“ beginnt mit der revolutionären Rede einer afroamerikansichen Aktivistin, an die JuJu Rogers mit wesentlich ruhigerem Sound anknüpft. Er erinnert in seinem Song an die Wichtigkeit und Kraft hinter der MOVE-Bewegung – und gibt einen enormen Denkanstoß. Er selbst sagt über den Track und die Inspiration dahinter: „MOVE wurde in den frühen siebziger Jahren von John Africa gegründet. Seine Lehren hoben die Bedeutung allen Lebens hervor und wie der Kapitalismus in direktem Gegensatz dazu steht.

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JuJu Rogers – LLJA

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Im Video zum Song wird die wichtige Message des Tracks durch das nachdenkliche, ruhige Auftreten von JuJu deutlich. Mit einem musikalischen Mix aus atmosphärischen Synth-Sounds und einem Reggae-inspirierten Refrain gedenkt er John Africa und all das, wofür er stand. Der Rapper perfomt den Song im Video sehr ausdrucksstark und setzt mit seinem Werk ein Denkmal für alle Menschen mit panafrikanischer Herkunft und die Auseinandersetzung mit diesem Erben.

Musik schafft Identität

Juju hat die Musik übrigens schon früh für sich entdeckt, zuerst in Form der Platten-Sammlung seines Vaters. Er lernt Jazz und Soul aus dessen Heimatstadt New Orleans kennen und beschließt, ein Instrument zu erlernen, dass er in all den Stücken immer wieder hört: Die Trompete. Die Musik hilft, Juju seine gemischten Wurzeln miteinander in Einklang zu bringen. Erst später findet er dann zur Hip Hop-Musik. 

Als er selber als Rapper ans Mikrofon geht, sind seine Texte dann auf Englisch – und drehen sich immer um wichtige Themen wie kulturelle Identität, Rassismus und anhaltende Ungerechtigkeiten. Genau dort wird auch die kommende EP „The Buffalo Soldier Tape“ ansetzten, die im März nächstes Jahres veröffentlicht wird. 

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