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Videopremiere: Karl die Große stellen sich dem Generationenproblem

Posted in: Premieren

Jede Generation hat ihren eigenen Namen: So wurden die geburtenstarken Jahrgänge von 1946 bis 1964 als „Baby Boomers“ bezeichnet und in den darauffolgenden Jahrzehnten dann von den Generationen X und Y abgelöst. Menschen, die mit der Jahrtausendwende – sprich 2000 oder später – auf die Welt kamen, gelten aktuell als Millennials oder Generation Z. Doch wenn der traditionelle Rhythmus, in dem etwa alle 20 Jahre eine neue Generation benannt wird, eingehalten werden soll, dann stellt sich die Frage: Was kommt nach Z?

Karl die Große – Generation A / 1000 K feat. Maeckes

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Genau mit dieser Fragestellung beschäftigen sich die sechs Bandmitglieder von Karl die Große in ihrer Single „Generation A“, denn wie sie in ihrer Songzeile „Sie haben noch keinen Namen, aber sind schon da“ treffend auf den Punkt bringen, gibt es seit knapp einem Jahr die ersten Angehörigen der unbekannten Generation. Damit aber auch die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft nicht länger ohne eine konkrete Generationen-Zugehörigkeit durch Leben schreiten müssen, liefern Karl die Große in „Generation A“ erste Namensvorschläge: „Wir sind bei Z angekommen / Was kommt danach? / Das Alphabet ist am Ende / Kommt dann wieder A?“

Ehrlicher, kompromissloser Indie-Pop

Doch ganz so simpel, wie sich die Lyrics hier vielleicht lesen, ist „Generation A“ nicht. Die Leipziger Indie-Pop-Band hat sich nämlich für die Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Was wenn keiner lacht“ (VÖ: 19. Februar 2021), zu dem auch ihre oben benannte Single gehört, auf die Fahne geschrieben, die Karten offen auf den Tisch zu legen und kompromisslos ehrliche Musik zu machen. Das Ergebnis ist ein Album, das den unverblümten Querschnitt der Fragen, Gedanken und Ängste darstellt, die im Inneren der Band ihre Kreise ziehen.

Diesem Vorsatz folgt auch „Generation A“ in der Frontfrau Wencke Wollny nicht einfach nur alternative Namensvorschläge besingt, sondern auch den Finger in aktuell sozial-politische Wunden legt: Was hinterlasse ich den nachfolgenden Generationen? Wie verhalte ich mich korrekt?

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Die digitalen, elektronischen Effekten, der futuristische Sound von „Generation A“ sowie der bewusst eingesetzte unterkühlte Gesang geben den Lyrics die gewünschte Eindringlichkeit und bilden zusammen ein Fundament, das perfekt dazu geeignetes ist, ein originelles Musikvideo um die Single herum zu bauen. Genau dieser Clip feiert heute bei uns – ein Tag vor Release des Albums „Was wenn keiner lacht“ – seine Videopremiere. Wie jedoch schon am Titel des Musikvideos aufgefallen sein sollte, handelt es sich hierbei um ein Doppel-Video der beiden Songs „Generation A“ und „1000 K“.

Karl die Große – Heute Nacht

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Warum ein Doppelvideo?

Wie es zu dieser Entwicklung kam, erklärt die Band folgendermaßen: „‘Generation A ‚und ‚1000 K‘ sind die gemeinsamen Lieblingslieder innerhalb unserer Band, in denen sehr viel Herz und Arbeit steckt. Deswegen war uns so wichtig, dass sie zeitgleich mit dem Album rauskommen. Wir haben uns auf dieser Platte getraut sehr unterschiedliche Sounds nebeneinander zustellen. Diese beiden Songs waren dabei ein neuer Schritt, der allein im Proberaum und Studio schon wahnsinnig Spaß gemacht hat. (…) Und sie beinhalten für uns die dringlichsten Fragen des Albums: Was hinterlassen wir der nächsten Generation? Was hat unsere schon verbockt (egal ob bewusst oder unbewusst) und kriegen wir es noch hin besser mit dem Planeten umzugehen, von dem wir jeden Tag mit so viel Begeisterung Millionen Bilder ins Netz stellen?“

Für „1000 K“ haben Karl die Große sogar das Die Orsons-Mitglied Maeckers an Land gezogen, der wie gewohnt einen erstklassig Rap-Part abliefert und das gesamte Projekt „Generation A/1000 K“ perfekt abrundet. Wir sind uns sicher, dass Karl die Große auch in Zukunft mit eindringlichen Lyrics und alternativen Themen in der Indie-Pop-Welt Wellen schlagen werden und freuen uns auf die nächsten Projekte!

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