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Videopremiere: Lisa Pac verteilt im neuen Song ein „Shoutout“ an gebrochene Herzen

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Sogenannten Shoutouts begegnet man im Netz fast täglich. Es ist ein gern benutzter Anglizismus, um digitale Grüße oder Respekt gegenüber jemandem und/oder dessen Arbeit zu übermitteln. Die kleine Aufmerksamkeit ist durchweg sehr positiv konnotiert und gern gesehen im Internet. Die österreichische Musikerin und Produzentin Lisa Pac macht sich das Slang-Wort nun zunutze und benennt nicht nur ihren aktuellen Song so, sondern entschuldigt sich bei der Gelegenheit mit musikalischen Grüßen auch bei den gebrochenen Herzen der Vergangenheit. 

Eigen- und Fremdschutz in der Liebe

Zu einer Beziehung gehören ja immer mindestens zwei Personen und deren Vorstellungen eines harmonischen Zusammenlebens können weit weg voneinander liegen. Gebrochene Herzen sind auf diesem Weg des Heranwachsens und der Selbstfindung also kaum zu vermeiden und gehören zum Leben eben irgendwie dazu. Doch ein schlechtes Gewissen gegenüber den verursachten seelischen Schmerzen stellt sich trotzdem manchmal ein. 

So scheint es auch Lisa Pac zu gehen, wenn sie an frühere Beziehungen zurückdenkt. „Wann immer ich mit jemandem zusammen bin, ist es mir wichtig, dass ich zu 100 % ich selbst und zu 100 % glücklich bin. Ist das nicht der Fall, gehe ich lieber und lebe mein Leben weiter – das ist wesentlich gesünder, wie ich festgestellt habe“, meint sie daher selbst. Dabei spricht sie nicht nur den Schutz anderer, sondern allen voran den gesunden Selbstschutz an. 

Lisa Pac – Shoutout

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Verpackt in einem Uptempo Popsong gibt Lisa Pac in „Shoutout“ einen sehr persönlichen Einblick in ihr Privatleben, zeigt aber auch, dass sie mit der Zeit sehr genau gelernt hat, ihre Wünsche und Vorstellungen zu kommunizieren. Selbstbewusst singt die Wienerin daher auch Zeilen wie “I don’t wanna wake up next to you / Sorry for the pain I put you through”. Denn das scheint eben nicht immer so gewesen zu sein, wie das in Teneriffa gedrehte Musikvideo zeigt. Dort entführt Lisa Pac nämlich ihre Gegenspielerin, die in diesem Fall durch das negative Ich, also sie selbst, verkörpert wird. Doch ob es am Ende trotz all der Schuldgefühle noch zur Versöhnung mit den alten Taten und der eigenen Vergangenheit kommt, bleibt im Clip offen. 

„Shoutout“ klingt dennoch versöhnlich – aber erst beim zweiten Hören, denn die poppige Instrumentierung veranlasst einen schnell, sich ganz von der Melodie hinweg tragen zu lassen. Für die Künstlerin ist es vor allem eine Erinnerung, dem eigenen Bauchgefühl in einer sich anbahnenden Beziehung zu vertrauen und diesen Rat können wir nur weitergeben.