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Boondawg im Interview: „Jeder wollte so sein wie A$AP Rocky“

Posted in: Videointerview
Tagged: Boondawg

Im 2005er Adult Swim-Anime „The Boondocks“ stellen zwei rebellische Jungs einen kleinen US-Vorort auf den Kopf. Ihr Namensvetter Boondawg stammt zwar aus Düsseldorf, macht in der deutschen Rap-Szene aber nicht weniger Krawall. Im Interview spricht der Newcomer über sein neues Tape „Say Less“, den Wechsel zur deutschen Sprache und seine Liebe für Old School.

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Hip-Hop-Head von klein auf

Gestartet hat Boondawg schon 2019 – damals noch auf Englisch. Kein Wunder, wenn man sich die Vorbilder anschaut, die der Rapper im Interview nennt: „Ich weiß nicht, wie das in anderen Städten war. Aber in Düsseldorf wollte jeder so sein wie A$AP Rocky, jeder hat sich gekleidet wie A$AP Rocky… ich hab mir reingezogen, was die gemacht haben und ich fand das so krass, dass ich das auch machen wollte.“

Aber Boondawg schaute damals nicht nur zu den Rockys und Kendricks der Rap-Welt auf, sondern war schon früh von den Wurzeln der Hip-Hop-Kultur inspiriert. „Mein Onkel war so ein richtiger Hip-Hop-Head. Der war Fan von Tupac und Biggie. Er hat einen ganzen Ordner gehabt mit ganz vielen CDs und den hat er uns irgendwann geschenkt. Das war glaube ich der erste Kontakt mit Musik.“ Diese Einflüsse zwischen Boom-Bap, R&B und modernem Trap hört man heute noch in Boondawgs Musik und so auch im neuesten Projekt „Say Less“.

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Endlich angekommen

Anders als der Titel vermuten lässt, rappt der Newcomer hier inzwischen auf Deutsch – das Ergebnis aus einem langen Reifeprozess, wie er uns erklärt. „Das hat viel mit der Persönlichkeitsentwicklung zu tun, dass man älter wird und erkennt: Wer will ich sein als Künstler? Wenn du eine Zeit im Ausland verbringst, merkst du, wie sehr du selber eigentlich Deutscher bist, wie sehr deine Persönlichkeit in der Kultur verankert ist. Dann hab ich zum ersten Mal angefangen zu hinterfragen, ob ich nicht doch auf Deutsch Musik machen will“. Der Switch kommt bei Boondawgs Fans gut an und auch der Rapper selbst wirkt zufrieden und selbstsicher, während er über seine Musik spricht. Im Interview verrät er uns, wie es jetzt bei ihm weitergeht, warum „Say Less“ für ihn mehr als ein Slang-Begriff ist und warum ihn die US-amerikanische Pop-Kultur so geprägt hat.

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