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Element of Crime im Interview: „Es ist einfacher über Texte zu reden“

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Man kann sich nicht auf vieles verlassen, aber auf eines schon: Alle paar Jahre kommt eine neue Platte von Element of Crime. Und die meisten Fans und Kriterer:innen sagen immer: „Die ist mal wieder ziemlich gut!“ Über 30 Jahre lang gibt es die Band mittlerweile schon – 2025, also in zwei Jahren werden sie sogar schon ihren 40. Geburtstag als gemeinsame Band feiern. Doch auch nach so einer langen Bandgeschichte, hat die Gruppe um Sänger Sven Regener immer noch etwas zu sagen. Zuletzt festgehalten auf ihrer aktuellen Platte „Morgens um vier“. 

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Irgendwo zwischen Einatmen und Ausatmen

Mit „Morgens um vier“ ist auch das aktuelle Album von Element of Crime mal wieder mit einem dieser Titel versehen, die schön und banal zur selben Zeit klingen. Etwas, unter dem sich jede:r etwas zwar etwas ganz konkretes vorstellen kann, das aber gleichzeitig auch irgendwie ungreifbar wirkt. Im Interview erzählt Jakob Ilja: „Morgens um vier ist ja auch so eine diffuse Zeit. Ob man jetzt noch wach ist oder gerade wach wird. Und das trifft vielleicht auch so ein bisschen auf die Atmosphäre des Albums und die Sachen, die Texte, die hier verhandelt werden zu.  (…)“. Weiter ergänzt Sven Regener: „Morgens um vier ist wie zwischen Einatmen und Ausatmen. So wie Ausatmen, dann ist ganz kurz Ruhe und dann wird wieder eingeatmet. Eine Stadt ist plötzlich für einen ganz kurzen Moment völlig still. Und das ist der Moment, wo die Gedanken plötzlich anfangen, verrückt zu spielen.“

Doch die Tageszeit „Morgens um vier“ scheint nicht erst seit gestern eine spannende Rolle für die Band zu spielen. Sänger Sven Regener erinnert sich daran, dass die Uhrzeit häufiger in Element of Crime Songs vorkommt, als er zunächst gedacht habe: „Neulich sind mir ein paar eingefallen. ‚Waiting For The Morning Train‘ von ‚The Ballad of Jimmy & Jonny’ zum Beispiel oder ‘Wenn der Morgen graut’ (…), ‚A Ship Is Passing’ ist auch sowas. Es gibt so einige Songs dieser Art. Und ich glaube das liegt daran, dass wir viele Geschichten aus der Twilight Zone des Lebens erzählen.“

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Im Interview sprechen Sven Regener, Jakob Ilja und Richard Pappik darüber, wie sie mit Druck und Erwartungshaltungen von außen umgehen, wieso es leichter ist, über Texte statt über Musik zu sprechen und wie sich der Tod ihres langjährigen Bandmitgliedes David Young auf die neuen Platte ausgewirkt hat.

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