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Mit LUI HILL in Berlin: „Orange Blue“, Arbeit im Studio und musikalische Inspiration

Posted in: Kurzdoku & Portrait
Tagged: LUI HILL

Eigentlich hätte ein Release-Date im Spätsommer viel besser gepasst, denn „Orange Blue“ von LUI HILL ist der perfekte Soundtrack für die letzten Tage im August. Andererseits ist sein zweites Studioalbum, das am 11. November veröffentlicht wurde, genau deshalb ein guter Begleiter für die kalten Tage: Schon das sphärige Intro zieht uns langsam in diese schwebende Zwischenwelt, wo Sommer und Herbst ineinanderfließen und jeder Abend von einer gewissen Melancholie durchzogen ist. Songs wie „Low Tide“, „Remedy“ und „Good To Be Bored“ verstärken dieses Gefühl noch.

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Zwischen Neo Soul und Soulful Indie

Wir trafen LUI HILL in seinem Kreuzberger Studio und nutzen das sonnige Wetter für einen informativen Spaziergang in der Nachbarschaft. Da erzählte uns der Sänger, Songwriter und Produzent, wie es zu seiner Artist Persona kam: „Der Name LUI HILL hat sehr viel Bedeutung für mich. Mein erster Proberaum war damals in der Ludwigshöhstraße – da lag es auf der Hand, dass ich mich so nennen musste. Setzte sein selbstbetiteltes Debütalbum noch auf einen sehr organischen Bandsound, geht es auf „Orange Blue“ ein wenig elektronischer zu. „Ich habe irgendwie festgestellt: Ich kann eigentlich alles aufnehmen, ohne eine Band. Ich muss die nicht immer fragen, ob die vorbeikommen können. Ich konnte vieles selbst mit Keyboards, Gitarre und Drum-Computern zusammenbauen.“ Den Sound, der dabei herauskommt, verortet LUI HILL recht treffend „zwischen Neo Soul und Soulful Indie.“

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„Ein Flickenteppich aus verschiedensten Sachen“

Wenn er seine Musik noch weiter beschreibt, verfällt LUI HILL gerne in ein charmantes Understatement: „Ich glaube mein Sound ist so ein Flickenteppich aus den verschiedensten Sachen, der aber ein verbindendes Element hat: Meine Stimme. Und deswegen kann ich mich da in verschiedene Richtungen lehnen und es wirkt nicht komisch.“ Oft entstünden die Songs, wenn er zum Beispiel einen Song von Childish Gambino hört, den so cool findet, dass er ihn ein wenig nachbauen wird, das nicht so ganz hinbekommt – und so am Ende den LUI HILL-Sound trifft. Eine Aussage, die man durchaus mit einem Augenzwinkern quittieren sollte.

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