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Paul Weber im Interview: „Die Hoffnung ist das Letzte, an dem man sich festhalten kann“

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Die Flut-Katastrophe im Ahrtal Juli 2021 erschüttert ganz Deutschland. Bilder von zerstörten Häusern und Existenzen gehen durch die Nachrichten und öffnen vielen zum ersten Mal so richtig die Augen: Der Klimawandel betrifft uns – hautnah! Wenige Wochen nach dem Unglück entsteht Paul Webers Song „Von all dem nichts gewusst“, der Titeltrack seiner aktuellen EP: „Ich saß in meiner Küche in Berlin und das [Anmk. d. Verf.: der Ort der Katastrophe] ist ja nicht so weit von meiner Heimatstadt Köln entfernt. Und ich habe diese Bilder gesehen und es hat mich so beschäftigt. Und es war einfach diese gewisse Ohnmacht, dass man so eine Naturkatastrophe sieht und offensichtlich weiß, dass sie mit dem Klimawandel zu tun hat, den Menschen verursachen.“ 

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Neben politische Auseinandersetzungen behandelt die neue EP des Indie-Newcomers aber auch „klassische“ Adoleszenz-Themen wie Liebe und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt – oder wie Paul im Interview verrät: „Die EP ist insgesamt sehr unterschiedlich, aber das spiegelt mich als Person ja auch irgendwie wider.“ Besonders persönlich wird es dabei vor allem im Song „110 km/h“, der von einem Autounfall erzählt, den Paul Weber kurz nach der Produktion seiner vorherigen EP hatte. Damals geht der gebürtige Kölner körperlich und psychisch so sehr an seine Grenzen, dass Stress und Übermüdung zum Alltag gehören. Die Folge dieser Erschöpfung: „Kurz hinter Berlin bin ich dann in den Sekundenschlaf gefallen und bin auf der linken Spur in die Leitplanke gefahren. (…) Und das war ein Erlebnis – das hat mich lange Zeit nicht losgelassen.“

Im Interview spricht Paul Weber darüber, dass er das richtige Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben oft nicht findet und wieso Rastlosigkeit und Aufbruch oft Motive in seinen Song sind. Außerdem geht es um seine Sicht auf die Zukunft und natürlich seine aktuelle EP „Von all dem nichts gewusst“.

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