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Paula Carolina trifft Ilona Hartmann: „Klarkommen“, Ankommen und Durchkommen in der großen Stadt

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„Klarkommen“ ist der zweite Roman von Ilona Hartmann und gerade bei Park x Ullstein erschienen. War ihr Debüt „Land in Sicht“ noch eine tragisch-komische Familiengeschichte, ist das neue Buch dicht dran am Humor ihres X- und Insta-Grinds und erzählt vom Leben junger Menschen in der Großstadt. Oder, wie Ilona es unschlagbar auf den Punkt bringt: „klarkommen erzählt die mutige geschichte einer jungen frau die es nicht schafft in berlin auf kokain hängen zu bleiben.“

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Das Buch ist lustig, traurig und viel wahrer als so mancher anderer Großstadtroman. Für unsere Titelstory brachten wir sie mit der Newcomerin Paula Carolina zusammen, die in den Augen vieler gerade ungefähr das Leben führt, das Ilonas Protagonist:innen so gerne hätten. Dass das gar nicht so stimmt, erfahren wir in diesem Talk.

Bücher für frittierte Hirne

Ilona arbeitet in ihrem Buch mit sehr pointierten Kapiteln, die manchmal auch nur einen Satz lang sind. Dazu sagt sie im Gespräch mit Paula Carolina: „Mir war das halt wichtig für die Abfolge, dass man nicht beim Lesen einpennt, weil das Kapitel nicht aufhört. Ich finde es mittlerweile wichtig, mitzudenken, dass wir uns alle in den letzten zwei Jahren am Handy die Hirne frittiert haben. Wenn man sich schon für so ein antiquiertest Format entscheidet, muss man jetzt einfach anfangen, Bücher zu schreiben, bei denen es leicht ist, dabei zu bleiben. Denn natürlich will ich, dass die Leute meine Bücher lesen.“

Die Deadline im Nacken

Beide waren sich in einer Sache einig: Sie können Bücher oder Songs am besten finalisieren, wenn sie die Deadline im Nacken spüren. Während Ilona gesteht, dass es mit den Büchern wie mit der Bachelor-Arbeit ist, „bei der man auch erst Monate-lang darüber redet, was da alles passieren soll und dann schreibt man das meiste in den letzten zwei Wochen“, erzählt Paula Carolina, dass sie ihre Songs meistens im Bus zu Ende schreibt. „Und dann fange ich an zu googlen.“

Wie das gemeint ist, hört ihr im Interview. Außerdem geht es darum um Dinge wie das Leben und Ankommen in Berlin, die richtige Berufswahl (Autorin und Musikerin könnten ja die falsche sein), die Fehler der Eltern, das Ausprobieren in der Jugend und das Gefühl, der Star im eigenen Film zu sein – oder auch nicht.