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Saiya Tiaw – Aufnahmen aus Wien (Kurzfilm)

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„Ich mag einfach nur gern, neue Namen auszuprobieren“, verrät uns Ilja Danzinger im Interview und wer den aufstrebenden Newcomer in den letzten zwei Jahren verfolgt hat, kann das bestätigen. Ob als Saiya Tiaw, Danzinger99 oder als Teil des Duos Neunundneunzig: Die Alter Egos, unter denen Ilja seine Musik veröffentlicht sind so vielfältig, wie die Einflüsse die er darin verarbeitet. Für diesen Text bleiben wir der Einfachheit halber bei Saiya Tiaw – unter diesem Namen hat er schließlich auch seine letzte EP „Beton“ veröffentlicht, ein Gegenstück zu seinem Projekt „Tränen von dir“, mit dem ihn viele erstmals entdeckt haben.

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Musik mit Serotonin-Mangel

„Mit Beton verbinde ich eine Distanz. Irgendwie habe ich was großes im Kopf, aber eben sehr kühles und distanziertes. Bisschen auch was Verlassenes.“, sinniert der Musiker aus Österreich und eigentlicht trifft diese Beschreibung ziemlich akkurat auf den Sound der gleichnamigen EP zu. Knappe Song-Skizzen, zu kurz um sie richtig zu greifen und eigentlich auch zu unterkühlt um sie zu berühren. Was man erhascht, sind nur Fragmente: Splitter von melancholischem Post-Punk, plötzliche Gabber-Einschübe, flatternde Trance-Vocals, Musik wie der Serotonin-Mangel am Tag nach dem Rave.

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Großstadt-Einsamkeit in Bildern

„Ich hab‘ das Gefühl, das spürt man schon, die Sachen, die mich zu der Zeit beschäftigt haben. In eine andere Umgebung zu ziehen und die Zeit, wo‘s eher finster und kalt ist und man sich eher zurückzieht“. Eine andere Umgebung, damit mein Saiya Tiaw Wien, wo er seit einiger Zeit lebt. Hier sind auch die Aufnahmen entstanden, die uns der Musiker für unseren gemeinsamen Kurzfilm zur Verfügung gestellt hat und die die Ästhetik von Saiya Tiaw ins Visuelle übersetzen. Fahrige Bilder voller Großstadt-Einsamkeit, flimmernde Auto-Scheinwerfer, der Mond an einem dämmernden Himmel, während wir den Künstler selbst immer nur kurz erhaschen. Trotzdem lässt er dabei tiefer blicken als je zuvor, spricht über Wien, den Winter, Edwin Rosen und natürlich „Beton“.