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Titelstory: Mine im großen Interview mit Markus Kavka zu „Klebstoff“

Posted in: Titelstory
Tagged: Mine

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Dass Mine eine wahre Vollblut-Musikerin ist, erklärt sich schnell von selbst. Für all diejenigen, die dies trotz der umfangreichen Diskographie noch nicht glauben können, gibt es hier nun den Beweis: Die gebürtige Baden-Württembergerin bekam bereits in frühester Kindheit Instrumental- und Gesangsunterricht. Ihre erste Bühnenerfahrung konnte sie auch schon im Vorschulalter bei einem Gesangswettbewerb auf einer Faschingsfeier sammeln. Seitdem ist sie gar nicht mehr von der Bühne weg zu denken. Mine nahm daraufhin bei weiteren, größeren Wettkämpfen teil. Nach ihrem Abitur wollte sie dann Musik studieren und ging dafür aus ihrem Heimatort Remshalden fort. Sie wurde aber bei den Aufnahmeprüfungen öfter abgelehnt, bis es dann beim Studiengang Jazzgesang in Mainz klappte. Die Sängerin hat sich durchgekämpft und zum Glück niemals aufgegeben.

Modus Mine: Wie sie Pop und Rap ihren Stempel aufdrückt | DIFFUS DEEP DIVE

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Nach dem Bachelorstudium wollte Mine unbedingt endlich eigene Musik machen. Auf der Suche nach einem Produzenten begann sie Hals über Kopf den Masterstudiengang „Producing an Composing“ in Mannheim. Da es ihr dort aber so gut gefiel, blieb sie erstmal. Bis es irgendwann an den Punkt kam, dass sie sich entscheiden musste, was wichtiger ist: die eigene Musik und Tour oder die Masterarbeit. Mine wählte ihre Leidenschaft und fokussierte sich auf die Musik.

Ihr erstes musikalisches Lebenszeichen schickte die Musikerin im Jahr 2012 mit der EP „Herzverleih“ an die Öffentlichkeit. Diese ist aber nicht mehr aufzufinden, da Mine selbst sie wieder vom Markt genommen hatte. 2013 folgte dann das erste offizielle Debütalbum namens „Mine“. Der damalige Sound von der Sängerin klingt sehr reduziert und minimalistisch. Ihre Ausnahmestimme sticht dabei heraus und ihre Texte kommen besonders zur Geltung. Seit der ersten Platte ist aber noch einiges passiert: Neben der ersten eigenen Tour organisierte Mine eine erfolgreiche Crowd-Funding-Aktion, mit der sie ein Konzert zusammen mit einem Kammerorchester finanzierte. Außerdem hatte sie Gastauftritte bei dem Song „Wasserburgen“ von den Orsons, mit Edgar Wasser ist sie bei „Aliens“ zu hören und auch bei Samy Deluxe „Offenes Herz“ singt sie den Refrain. Im Jahr 2016 lieferte Mine mit „Das Ziel ist im Weg“ ihr zweites Album. Mine vermischt gekonnt Folk, Hip Hop, Pop, Jazz und Elektro und lässt dadurch ihren ganz eigenen Sound entstehen.

Mine – 90 Grad

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Im Herbst gleichen Jahres startete Mine erneut eine Crowd-Funding-Kampagne um erneut ein Konzert mit Orchester spielen zu können. Im darauffolgenden Frühjahr wurde der Auftritt realisiert. Neben einem riesigen Orchester, waren noch viele weitere Künstler, unter anderem Edgar Wasser, Ecke Prenz, Tristan Brusch und auch der Berliner Kneipenchor, auf der Bühne zu sehen. Der besondere Abend wurde in Film und Ton aufgenommen. Zwei Jahre nach der Aufzeichnung veröffentlichte Mine ein Album mit den Songs des Konzertes. Eine besondere Platte, bei der die Magie förmlich spürbar ist.

Aber in Mines Biografie darf ein Name natürlich nicht fehlen – Fatoni. Mit dem deutschen Rapper kollaborierte die Sängerin bereits 2014. Sie nahmen zusammen Mines Song „Ziehst du mit“ auf. Daraufhin folgte drei Jahre später das gemeinsame Album „Alle Liebe nachträglich“. Wie der Titel es schon verrät, beschäftigen sich die beiden Musiker auf der Platte mit den großen Themen Liebe und Beziehungen. Sie zeigen alle Facetten und jede noch so kleine Kleinigkeit einer Beziehung auf. Dabei bringen sowohl Mine als auch Fatoni ihre eigene Note mit auf das Album.

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In den letzten Jahren lieferte Mine fast durchgehend ab und hat sich dadurch sehr stark weiterentwickelt und ihre ganz eigene Klangwelt erschaffen. Wer nun denkt, dass die sympathische Sängerin eine Verschnaufpause braucht, hat sich getäuscht. Am 12. April wird ihr insgesamt fünftes Album „Klebstoff“ erscheinen. In den elf Songs präsentiert sie intime und persönliche Themen. Sie entführt ihre Hörer erneut in ihre eigene, unverwechselbare Klangwelt und bietet eine abwechslungsreiche Mischung von Dudelsack bis Flötensolo. Um die Platte noch vielfältiger zu gestalten, hat sich Mine auch Feature-Gäste eingeladen: Giulia Becker, Großstadtgeflüster, AB Syndrom, Bartek, Haller und Dissy sind zu hören. Die Musikerin schickt uns mit „Klebstoff“ ein wahres Kunstwerk, welches sich zu absolut hören lohnt. Experimentierfreudige Pop-Musik, die ihres Gleichen sucht.

Markus Kavka hat sich für unsere Titelstory mit Mine in Berlin getroffen. Im Gespräch reden sie über Mines Kindheit und Jugend im Stuttgarter Vorort, über die Behandlung von Frauen in der Musiklandschaft und besprechen die einzelnen Songs ihres neuen Albums „Klebstoff“. Außerdem sprechen sie über Mines frühere Unsicherheit, die optische Entwicklung und die kürzlich erschienenen Musikvideos.

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