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What’s Poppin‘? Neue Musik von Gunna, Central Cee und Shenseea

Gunna – DS4EVER (Album)

Gunna veröffentlicht den sehnsüchtig erwarteten vierten Teil seiner „Drip Season“-Reihe, „DS4EVER“. Nachdem es um den Rapper aus Georgia 2021 bis auf einiges Singles und Beiträge zur Label-Compilation „Slime Language 2“ eher still war, markiert „DS4EVER“ Gunnas ersteren größeren Release seit „Wunna“. Den psychedelischen Laid-Back-Sound, der auf diesem Projekt noch vorherrschend war, mischt Gunna auf „DS4EVER“ mit härterem Straßen-Rap. Für dieses Vorhaben hat er das „Who’s Who“ der aktuellen US-Szene versammelt: Future, Lil Baby, Kodak Black, 21 Savage und Label-Chef Young Thug sind mit Feature-Parts vertreten. Das auffällige Cover stammt übrigens vom Künstler Daniel Arsham, der in den vergangenen Jahren mit seinen Relikt-artigen Skulpturen von Motiven der Pop-Kultur Bekanntheit erlangt hat. 

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Central Cee – Retail Therapy

Central Cee ist dieser Tage wohl einer der gefragtesten Künstler aus dem Vereinigten Königreich. Der Rapper veröffentlichte 2021 sein Debüt-Album „Wild West“, eine Hommage an seine Heimat West-London, und machte sich mit Hit-Singles wie „Loading“ oder „Day In The Life“ zum Newcomer der Stunde. „Wild West“ fungiert als Paradebeispiel für selbstbewussten, britischen Drill, aber auch auf emotionaler Seite weiß Central Cee zu überzeugen. Für „Obsessed With You“ hatte er zuletzt ein Sample von PinkPantheress in eine authentische Liebeserklärung verwandelt und damit gezeigt, dass er auch über den Drill-Tellerrand hinaus informiert ist. Für seine neueste Single bleibt er allerdings in gewohntem Terrain: „Retail Therapy“ ist eine großspurige Ansage, wie sie nur ein Newcomer liefern kann, der gerade über den Dingen schwebt. Im Video tanzt Central Cee, begleitet von seiner Crew, durch einen Schuhladen und flext mit Geldbündeln in der Fußgängerzone. Neben all diesem Materialismus ist am Ende aber trotzdem noch Luft für gewitzte Lines, die beim Hören Schmunzeln lassen: „Told her that I’m a Gemini, Now she on Google checking the compatibility“.

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2 Chainz feat. 42 Dugg – Million Dollars Worth of Game

Vor einigen Jahren war 2 Chainz neben Charakteren wie T.I. und Jeezy einer der Pioniere des damals entstehenden Trap-Sounds. Heute ist der Rapper aus Atlanta einer der OGs der Szene – und nutzt diesen Status unter anderem, um der nächsten Welle von frischem Talent eine Plattform zu geben. So holt sich 2 Chainz für seine neueste Single „Million Dollars Worth of Game“ ein Feature von 42 Dugg. Dieser ist ohne Zweifel gerade eine der angesagtesten Newcomer im US-Rap und repräsentiert den aktuellen Sound aus Detroit.

Auf „Million Dollars Worth of Game“ treffen also zwei Generationen zusammen und gerade dieser Kontrast ist es, der den Song unterhaltsam macht. Einzig über den Beat lässt sich streiten – der klingt nämlich verdächtig nach „Wasserkocher-Pfeifen“. Die neue Single fungiert übrigens gleichzeitig auch als Ankündigung für 2 Chainz’ neues Album „Dope Don’t Sell Itself“, das noch in diesem Monat erscheinen soll.

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Kota The Friend – Dear Fear

Wer einen entspannten Mix aus poetischen Zeilen und warmer Oldschool-Produktion sucht, ist bei Kota The Friend genau richtig aufgehoben. Der Rapper aus Brooklyn veröffentlicht seit 2018 konsequent seine Musik und geht dabei den manchmal steinigen Independent-Weg. Umso authentischer und gefühlvoller kommen dadurch Kotas Texte rüber, die das zentrale Herzstück seiner Songs. Kota The Friend zieht keine Grenze zwischen sich und seinem Publikum, sondern rappt introspektiv und mit beachtlicher Reife über sein Leben. So auch im Fall seiner neuen Single „Dear Fear“, die er am vergangenen Freitag veröffentlicht hat.

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Wie der Titel schon vermuten lässt, baut Kota den Song wie einen Brief an das Gefühl der Angst auf: „And I know that you’re here to make sure that I’m never hurt / But pain is unavoidable, that’s just something that I learned“. Der Song fließt wie ein Gedankenspaziergang über den jazzigen Piano-Beat – ein Stil, der in Verbindung mit der gesungenen, entspannten Hook vage an Mac Miller erinnert. Wer Gefallen an „Dear Fear“ findet, kann im Anschluss einen Ausflug in die umfangreiche Diskographie von Kota The Friend starten – oder sich auf den kommenden Freitag freuen, wenn sein neues Projekt „Lyrics To Go Vol. III“ veröffentlicht wird.

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Shenseea – Dolly

Dancehall-Star Shenseea meldet sich mit der neuen Single „Dolly“ zurück. Die jamaikanische Sängerin ist in ihrer Heimat längst eine feste Größe und hat so bereits schon mit Künstlern wie Sean Paul, Young Thug und Swae Lee zusammen gearbeitet. Ein gehörigen Schubser in Richtung Rampenlicht gab es außerdem im vergangenen August, als kein geringer als Kanye West Shenseea für zwei Songs auf sein aktuelles Album „Donda“ holte.  Sowohl „Ok Ok pt 2“ als auch „Pure Souls“ werden durch sie um ein wenig Karibik-Flavour ergänzt. Unter den aufmerksamen Blicken ihres neu gewonnen Publikums veröffentlicht Shenseea nun „Dolly“ – ein Dancehall-Banger mit düsterem Soundbild, auf dem die Interpretin selbstbewusst ihre Lines im Toasting-Style performt.

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21 Savage – No Debate / Big Smoke

Der harte Straßen-Rap von 21 Savage wird von Nachwuchs-Trappern und Hip-Hop-Mogulen wie J. Cole gleichermaßen gefeiert. Mit letzterem entstand der reflektierte Gospel-Track „a lot“, der den Künstlern sogar einen Grammy für „Best Rap Song“ eingebracht hat. Auf seinen beiden „Savage Mode“-Projekten in Kollaboration mit Produzent Metro Boomin zeigt 21 Savage dagegen seine dunkle Seite. „Savage Mode II“ aus dem Jahr 2020 markiert außerdem die letzten Veröffentlichung von 21 Savage auf Albumlänge. Nun scheint sich etwas Neues anzubahnen: Zum Neujahrs-Abend hat der Rapper gleich zwei neue Singles in einem gemeinsamen Musikvideo veröffentlicht.

Das neue Single-Paket zeigt ein weiteres Mal den Facettenreichtum von 21 Savage. „No Debate“ kommt mit einem nostalgischen Beat und gesampelten Gesangs-Fetzen daher, während 21 Savage puren Realtalk aus dem Leben eines Trap-Stars liefert: „My daddy broke my momma heart, why she carry me? / I don’t respect him enough to even ask him for the clarity“. Anzeige

Wenige Zeilen später bricht dann die Stimmung und der zweite Song, „Big Smoke“, wird eingeläutet. Wo der Rapper gerade noch sein Herz ausgeschüttet hat, heißt es nun wieder: „Slaughter Gang 4 Life“. Begleitet von einem verstimmten Trap-Beat erzählt 21 Savage von Hausbesuchen mit schwerem Geschütz und Zeugenaussagen vor Gericht: „I’m a god fearin’ man but for my brother I get on that stand and lie“.

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